Eilmeldung:

Liebe Leser, ärgern Sie sich auch über die 2G und 2G+ Regeln, wenn Sie zum Frisör oder einfach einmal essen gehen wollen? Ich zähle hier nicht alle Freiheiten auf, die uns genommen werden in diesen schwierigen Zeiten. Aber es ist schon ärgerlich, dass ich mich im Mai und im Juni, damals noch mit etwas mulmigen Gefühl, habe impfen lassen und nun in der nächsten Woche meine Booster-Impfung bekomme. Dann plagt mich ein Zahn, der unbedingt gezogen werden muss, stellen Sie sich bitte einmal vor, es ist nicht nur ein Zahn der raus muss, sondern der Blinddarm oder sonst eine wichtige OP, die verschoben werden muss, ja, weil ein klitzekleiner Teil der Bevölkerung uns in diese miese Situation gebracht hat. 

Wir, die Geimpften, müssen nun das ausbaden was ein kleiner Prozentsatz unserer Mitbürger verzapft hat. Ein Artikel von Florian Harms beschreibt diese Situation sehr deutlich: https://tagesanbruch.podigee.io/1217-die-freiheit-gegen-covid-verteidigen

Doch bei all den Warnungen darüber, dass auch Geimpfte sich und andere infizieren können, vergessen wir gern eine Sache: Nur ein ganz kleiner Teil der Geimpften landet auf der Intensivstation. Für die meisten Geimpften verläuft eine Covid-Erkrankung weitestgehend harmlos. Sie haben ihren Beitrag für die Gemeinschaft geleistet.
Ich bin auch geimpft. Mir fällt es schwer einzusehen, warum ich wegen der Ignoranz der Ungeimpften und angesichts des politischen Missmanagements meine Freiheit abermals einschränken sollte."

Manfred Ahrens

Kommentar zur Klimakrise

Im t-Online - Tagesanbruch beschreibt Florian Harms mit seinem heutigen (05.08.2020) Bericht, wie unsere Zukunft aussieht, wenn wir so weitermachen, wie bisher.

Hier ein Ausschnitt des Artikels (den ausführlichen Bericht lesen Sie hier).

"Nicht lebbar": Welch eine Formulierung. Sie klingt wie aus einem Backofen. Trotzdem machen fast alle Regierungen rund um den Globus immer noch zu kleine Schritte beim Klimaschutz, lassen sich viele Menschen nicht von ihrem gewohnten Konsumtrott abbringen: Morgens mit dem SUV ins Büro, Billigklamotten aus Asien shoppen, täglich Fleisch auf dem Teller, Fernreisen mit dem Flieger. Kaum sind die Länder Europas aus dem Corona-Lockdown herausgekommen, schießen die CO2-Emissionen wieder in die Höhe. Verhindern lässt sich der Temperaturanstieg nicht mehr, aber es macht einen gewaltigen Unterschied, ob er anderthalb, zwei oder noch mehr Grad im weltweiten Durchschnitt beträgt. Es ist der Unterschied zwischen einem Backofen und der Hölle.

Berechnungen des Weltklimarats zufolge werden Hitzewellen, Dürren und Starkregen massiv zunehmen. Nicht nur auf ohnehin gebeutelte Länder wie Griechenland kommen dann Kosten von Hunderten Milliarden Euro zu. Es scheint nicht mehr undenkbar, dass ganze Staaten durch die Extremwetterschäden in die Pleite schlittern. Zerstörte Stadtviertel, die nicht mehr aufgebaut werden können, verlassene Felder, Zonen ohne staatliche Kontrolle: Was wir derzeit nur aus gescheiterten Staaten wie dem Südsudan oder dem Libanon kennen, ist künftig auch in Europa vorstellbar.

 

Als ich diesen Artikel heute morgen gelesen habe, lief es mir eiskalt den Rücken herunter. Hitzewelle? Inferno? Trockenheit? Bei uns sind gerade einmal 19 Grad und das am 05.August 2021. Und noch dazu Regen und Verwüstungen durch Starkregen. Also, wo bitte ist da eine Klimakrise? Wir wollen doch doch alle in die Wärme und überhaupt: Reisen, ob mit dem Auto oder dem Flieger, Hauptsache erstmal Wärme genießen.

Wärme genießen? Aber wo? Unsere ehemaligen Urlaubsgebiete heizen sich gerade auf 45 Grad auf! Lesen Sie den Artikel von Florian Harms, dem Chef-Redakteur vom T-Online-Tagesanbruch, dann werden auch Sie sich überlegen, wie Sie Ihre Zukunft gestalten werden, bestimmt. 

Die Klimakrise explizit für all diese Katastrophen verantwortlich zu machen, wagt vor der Bundestagswahl kaum ein Politiker dafür verantwortlich zu machen, im Gegenteil: Eine Partei leugnet diesen Zusammenhang sogar beständig, um auf Wählerfang zu gehen. Benzin wird unbezahlbar usw. liest und hört man, um bei Stammtischrednern offene Türen einzurennen.

Wenn wir jetzt nicht handeln, brauchen wir uns nicht mehr warm anzuziehen. Denken Sie darüber einfach einmal nach.

Lesen Sie auch das Energie-Programm der FDP, dort finde ich, lesen sich die Gedanken zur Energiewende machbar und machen Mut, klingen nicht ganz so düster[Hier].

 Zum Schluss noch etwas zur derzeitigen Coronalage:

Der Druck auf Ungeimpfte muss steigen

Manfred Ahrens

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Jerstedter setzen die Pflanzaktion „Jerstedt blüht auf“ aus den
vergangenen Jahren fort. Finanziell unterstützt wird auch diese
Aktion wieder von dem Ehrenamtsfond der HarzEnergie.
In diesem Jahr werden anstatt von Krokussen 40 Obstbäume
am Ortsrand gepflanzt. Diese verschiedenen Apfel-, Kirschen-,
Zwetschen- und Birnensorten sollen auf dem nördlichen
Grenzwall am Ortsrand zwischen Gewerbegebiet und Feldmark,
von Jerstedter Bürgerinnen und Bürgern am

Sonnabend, den 13.11.2021 um 9.00 Uhr
Treffpunkt: nördlich des Kreisels „Am Pfennigstücken“

Nähe Biogasanlage

in die Erde gebracht werden. Falls möglich, bitte Spaten und
Gießkanne mitbringen.
Empfohlen werden festes Schuhwerk, warme Arbeitskleidung
und Handschuhe.
Die Pflanzlöcher werden vorab mit einem Minibagger ausgehoben.
Ein Fachmann schneidet die Wurzel und Baumtriebe fachgerecht
zurück. Die Bäume sind ca. 2,50 m hoch und müssen an dem Tag
gepflanzt und an Stützpfählen befestigt werden. Wasser zum
Einschlämmen der Wurzeln steht zur Verfügung. Anschließend
wollen wir noch 10 Nistkästen für die heimischen Vögel und
Ansitzstangen für die Greifvögel aufstellen.

Wir schaffen damit einen wunderbaren Grüngürtel am Ortsrand
aus alten bewährten Obstsorten, der in wenigen Jahren den
Menschen und vor allem den heimischen Insekten und der
Kleintierwelt Lebensraum und Nahrung bieten kann. Wer
zusätzlich einen Baum (75,- €) spenden möchte, wende sich bitte
an den Unterzeichner.
Aus diesem Grund bittet die Stadtteilgemeinschaft Jerstedt
herzlich um Ihre Teilnahme und tatkräftige Hilfe!! Beschließen
werden wir die Pflanzaktion mit einer lockeren Grillrunde für Alt
und Jung.

Stadtteilgemeinschaft Jerstedt
Christian Rehse

 

Stadtteilgemeinschaft Jerstedt e.V. • Bielsteinstraße 2 • 38644 Goslar - Jerstedt

(01 71) 8 68 31 02 • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Amtsgericht Braunschweig VR 110642
Vorsitzender: Christian Rehse, stellv. Vorsitzende: Claudia Kreisel,
Schriftführer: Michael Hille, Kassenwart: Christian Rehse sen.

Am 5. Januar 1945 wurde ich zum RAD (Reichsarbeitsdienst) nach Rastenburg im damaligen Ostpreußen eingezogen. Ich war damals 16 Jahre alt. Durch die Wirren des Krieges waren wir kein Arbeitsdienst mehr, wir wurden eine Wehrmachtstruppe, ausgerüstet mit Gewehren, die in Russland erbeutet waren. Die Ausbildung dauerte nur eine Woche, dann kam plötzlich die Vereidigung und ab da lagen wir in Alarm. Mein Bruder Heinrich Rollwage war in Angerburg (Ostpreußen) bei der Flak. Wir waren ca. 25 km auseinander. Während dieser Zeit hörten wir schon das Schießen der russischen Artillerie.

Für unsere Feldküche wurden zwei Mann gesucht. Ich habe mich dazu gemeldet,  jedoch hatten sich mehrere Kameraden beworben. Ich wurde abgelehnt, wie sagte man: „Pech gehabt“. Einmal mussten wir in der Alarmzeit mit dem Fahrrad zu der Wolfschanze, ca. 8 – 10 km und dort Wache stehen. Wir wussten jedoch nicht, dass wir beim Führerhauptquartier waren. Wir standen auf größeren Hügeln, unter uns sahen wir die Bunker des Führerhauptquartiers. In der nächsten Nacht wurden wir aus den Betten getrommelt und es ging mit dem Fahrrad, mit denen wir im tiefen Schnee und bei - 20 Grad kaum fahren konnten, in Richtung Korsehen-Prassen. Hier lagen wir in der HKL (Hauptkampflinie), die Granaten flogen über unsere Köpfe. Wir waren kurz in einem landwirtschaftlichen Betrieb, die Kühe brüllten im Stall, aber es war keiner mehr da, der die Tiere gemolken oder gefüttert hat. Der Rückzug ging über Bartenstein-Preussisch Eylau. Hier war kaum noch Zivilbevölkerung anzu-treffen, die befanden sich fast alle auf der Flucht. Als wir dann weiter kamen über Zinnten-Heiligenbeil, waren die Straßen voller Flüchtlinge, das waren wohl die Letzten, die auf der Flucht waren. Es war grauenvoll dort, neben der Straße lagen die Leichen von Kindern, Frauen und älteren Leuten, dazwischen tote Pferde und zerbrochenen Flüchtlingswagen.

Zwischenzeitlich waren die russischen Truppen im südlichen Ostpreußen durch-gestoßen und damit waren wir von den feindlichen Truppen auf dem Landweg eingeschlossen. Bei Heiligenbeil fuhren wir mit dem Fahrrad übers frische Watt nach Narmeln auf der Nehrung. Das Wasser war gefroren, jedoch stand auf dem Eis ca. 10 cm Wasser. Dieses kam nicht vom Tauen, sondern russischen Flugzeugen warfen Bomben auf die brüchige Eisdecke, um den Rückzug bzw. die Flucht zu verhindern. Viele Menschen haben Narmeln nicht erreicht und ertranken. Auch unsere Feldküche, besetzt mit zwei Mann und 2 Pferden, brach durch das dünne Eis und alle fanden im eiskalten Wasser den Tod. Mein Glück war, dass ich nicht zur Feldküche gekommen bin.

Als wir über Narmeln in Stutthoff ankamen, lebten von 120 Mann unserer Abteilung (Kompanie) noch 36 Mann. Ein Teil der Kameraden lag mit erfrorenen Gliedern im Lazarett, die Übrigen waren umgekommen.

 

In Danzig angekommen, wo wir einige Tage waren, plagten uns Läuse und nachts kamen in den alten Baracken noch die Wanzen dazu. Zum Glück wurden wir nach Bayern verlegt und kamen in die Nähe von Regensburg. Die Fahrt war mit einem Güterzug, in dem wir kein Stroh zum Liegen hatten. Die Fahrt dauerte genau eine Woche, davon benötigten wir ein Tag nur durch das zerstörte Berlin.

 

Inzwischen war ich 17 Jahre alt geworden. Nach ca. einer Woche in der Nähe Regensburg hatten wir unsere 10 Wochen Pflichtdienst beim RAD geleistet und hofften, nach Hause zu kommen. Jedoch wurden wir geschlossen am 15. März der Wehrmacht übergeben.

In München wurden wir neu aufgeteilt. Ich kam ich nach einer Woche Ausbildung nach Füssen (Allgäu) an die Front. Durch die starken amerikanischen Truppen wurden wir zum Rückzug gezwungen und kamen am 2. Mai in der Nähe von Fürsten-feldbruck in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Wir wurden nach Heilbronn gebracht, wo ein großes Gefangenenlager war. Es waren dort ca. 600 000 Gefangene. Nach 3 Tagen kam die erste Verpflegung, für 100 Mann gab es ein Brot.

 

Nach ca. 3 Monaten Gefangenschaft hinter Stacheldraht kam ich im August nach Hause. Die Reise von Heilbronn bis Jerstedt dauerte sechs Tage, teils auf Kohle-waggons, teils zu Fuß. Von Frankfurt bis Göttingen fuhren wir mit einem LKW ohne Plane mit ca. 25 Leuten. Dieser Wagen fuhr nach Braunschweig, da aber zu der Zeit um 20.00 oder 21.00 Uhr Sperrstunde war, mussten wir in Göttingen absteigen. Der LKW hatte Sondergenehmigung und konnte weiterfahren. Das war am Freitagabend, erst am Montagmittag erreichte ich meinen Heimatort Jerstedt.

 

 

Wilhelm Rollwage

Fleischermeister

Jerstedt